26.02.2019
ein hoher Preis für Hohenbrunn

In der Sonder-Bau-Ausschuss-Sitzung am 14.11.19 haben die Mitglieder der CSU und SPD  für den Entwurf des Städtebaulichen Vertrag mit dem Investor gestimmt. Nunmehr kann der Bebauungsplan in die 2. Auslegung gehen.

Es ist eine Frage der Betrachtung, ob dies für Hohenbrunn ein guter oder schlechter Deal ist, welche in dem Städtebaulichen Vertrag mit dem Investor nun vereinbart wurde. Von den 90 Wohnungen, welche auf den ca. 9.000 qm entstehen, kann die Gemeinde bis zu 10 Wohnungen dem Investor zu einem ca 1/3 ermäßigten Preis abkaufen und 25 Jahre lang zu ermäßigten Mietpreisen sozial vergeben. Während die SPD diesen städtebaulichen Vertrag als "SoBON-Regelung" für weitere Wohnbauprojekte sieht, haben wir hier eine andere Sichtweise.

Bei den letzten Wohnbauprojekten in der Flößergassen und Brennerei-Siedlung (mittlerweile auch schon über 15 Jahre zurück) mußten die Grundstücksbesitzer für die Umwandlung von Ackerland in Bauland über 30 % an die Gemeinde für Infrastruktur-Maßnahmen und Wohnraum im Rahmen von Einheimischen Projekten kostenlos abtreten. Zwar wurde vom Bürgermeister 2014 mit den Eigentümern ein Vertrag abgeschlossen, jedoch bezog sich dieser nur auf die Regelung, wer die Kosten für eine Machbarkeits-Studie zur Überplanung trägt. Auf den Abschluss eines Städtebaulichen Vertrag mit den Grundstücksbesitzern (wie in allen anderen Gemeinden üblich) hat unser Bürgermeister verzichtet. Dies war nach seinen Worten nicht mehr möglich, da die Eigentümer bereits schon notariell verkauft haben. In der Vergangenheit wurde ein solcher Vertrag geschlossen. Wie bereits 2017 vom Bürgermeister und der CSU geäußert, ist eine sozialgerechte Boden-Nutzung nicht vorgehen gewesen. Dafür bekommt die Gemeinde auch einen Supermarkt. An der Stelle wäre aufgrund der Beeinträchtigungen durch den Fußfall-Platz kein Wohnungsbau möglich gewesen.

Erst durch den gemeinsamen Druck sowie Antrag von ÜGW-FW/Bürgerforum, Grüne und SPD auf eine SOBON-Regelung, mußten mit dem Investor Gespräche bzgl einer sozialgerechten Form geführt werden. Die Lösung wurde in einem reduzierten Kaufpreis von Wohnungen gesehen. Alternativ hätte die Gemeinde - wie ansonsten üblich - einen ca. 30 % Anteil der Fläche - von den Grundstücks-Besitzern erhalten, auf der u.a. ein Einheimischen Wohnbau-Projekt gebaut hätte werden können. Weshalb unser Bürgermeister, der zugleich auch Vorstand- Mitglied in einer Bau-Genossenschaft ist, hierauf verzichtet hat, bleibt für uns ein Rätsel.

Auf Antrag der Freien Wähler wurde im Oktober 2018 im Bau-Ausschuss beschlossen, den Riegelbau durch 3 Wohngebäude zu ersetzten -> hierdurch entsteht ein lockeres Gesamtbild.  Eine Drehung der Gebäude mit Ausrichtung der Balkone nach Süden lehnte der Investor ab, da er hierfür mehr Geld für eine Lärmschutz investieren müßte.

Anmerkung: Bei einem Bauvorhaben dieser Größe kann erwartet werden, dass sowohl dem Gemeinderat wie auch den Bürgern anschauliche Pläne von den geplanten Häusern präsentiert werden. 

 
 

 

 

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