04.02.2020
Über 70. Jahre für Sie aktiv - ÜWG-FW

Unter dem Motto „über 70. Jahre in Hohenbrunn für Sie aktiv“ veranstaltete die ÜWG-Freie Wähler am 28.1. auf dem Hof von Peter Berger einen Infoabend mit Florian Streibl, Fraktionschef der Freie Wähler Bayern, Otto Bußjäger, stv. Landrat, Pauline Miller, gemeinsame Bürgermeister-Kandidatin sowie dem Ortsvorsitzenden Karlheinz Vogelsang.

In seiner Ansprache stellte Vogelsang heraus, dass die Überparteiliche Wählergemeinschaft (kurz ÜWG) mit die älteste kommunalpolitische Interessen -Vertretung aller Bürger in Hohenbrunn-Riemerling ist. Bei den ersten freien Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Hohenbrunn wurde die ÜWG mit Abstand stärkste Fraktion und stellte mit Carl Steinmeier auch den ersten Bürgermeister (bis 1972). Nach Ihm wurde auch die Mittelschule in Riemerling benannt. Neben Steinmeier war Josef Schmuck die zweite große Persönlichkeit der ÜWG-FW. (30 Jahre im Gemeinderat, 24 Jahre stv. Landrat, 9 Jahre stv. Bürgermeister). Erst 1960 wurde die CSU in Hohenbrunn gegründet. 1997 schloss sich die ÜWG dem Landesverband der Freien Wähler Bayern an. 

Insgesamt gab es seit 1948 in Hohenbrunn nur 4 Bürgermeister. „Nach 14 Jahren Stefan Straßmair sei es an der Zeit so Vogelsang, dass der nächste Bürgermeister wieder von der ÜWG-FW gestellt wird.“ Um dieses Ziel zu erreichen, wurde mit dem Bürgerforum eine Wähler-gemeinschaft geschlossen und mit Pauline Miller eine gemeinsame Bürgermeister-Kandidaten aufgestellt. 

Für Vogelsang, der sich in den letzten Jahren insbesondere für den barrierefreien Ausbau des S-Bahnhofes Hohenbrunn sowie für eine verbesserte Wohnbebauung an der B471 einsetze (u.a. ging das Planverfahren für den S-Bahnhof-Ausbau sowie die Aufsplitterung des 120 m geplanten Riegelbaues entlang der B471 auf seine Anträge zurück), gib es drei zentrale Themen für die nächsten Jahre.

  1. Verkehr / Mobilität -  Eine Verkehrsentlastung lässt sich nur gemeinsam mit den Nachbargemeinden und dem Landkreis (günstigerer MVV und verbessertes Angebot) lösen.
  2. Wohnraum – mehr ETW insbesondere für jüngere Bürger /Familien sowie ältere Menschen. Hierzu zählt auch das Thema betreutes Wohnen
  3. Erhalt des Dorfcharakters sowie der hohen Lebensqualität – insbesondere Bewahrung des Charakters von Hohenbrunn auch durch eine Bebauung westlich der Bahn sowie der Schutzgebiete an den Waldrändern.

Angesprochen auf die geplante Bezirksreform (München als eigenen Bezirk) äußerten sich sowohl Streibl wie auch Bußjäger ablehnend. „die Bezirksreform braucht kein Mensch, Sie ist offensichtlich das Ergebnisses einer unruhigen Nacht des Ministerpräsidenten, weder sinnvoll noch notwendig und macht vieles komplizierter und teuer“ so Bußjäger. Beide hoben hervor, dass es gemeinsam besser geht – Zusammenarbeit zwischen Land - Kreis – Hohenbrunn.

„Demokratie braucht Mutige und leidenschaftliche Menschen“ so Streibl und gratulierte der ÜWG zu Ihrem über 70-Jährigen Engagement in der Gemeinde. Die DNA der Freien Wähler ist die Kommunalpolitik, so Streibl.

Pauline Miller stellte heraus, dass Sie für eine bürgernahe Politik steht. Als Bürgermeisterin werde sie sich dafür einsetzen, dass in Hohenbrunn die Zukunftsthemen nur unter Einbindung der Bürger angegangen werden können. Die Menschen mitnehmen und bei Entscheidungen zu beteiligen, das ist das Wichtigste für eine erfolgreiche Realisierung unserer künftigen Vorhaben. Die Zukunft gilt es mit und für die Bürger zu gestalten – Dafür stehe ich. “. Hohenbrunn kann Mehr – so Ihr Leitsatz