22.09.2021
Herausforderung Finanzierung und Verkehr - Realschule

Die Gemeinde Hohenbrunn beabsichtigt auf den Flächen westlich der S-Bahnlinie sowie nördlich der Taufkirchner Straße (B471) auf der südlichen Teilfläche die Bebauung mit einer Real-und Montessori-Schule, Turnhallesowie einer Kindertagesstätte, auf der westlichen Flächen Sportflächen und im nördlichen Teilgebiet ein Wohngebiet. Um diese Maßnahme zu realisieren, ist eine vorbereitende Bauleitplanung (Flächennutzungsplan) nach § 1 Abs. 2 Alt. 1BauGB notwendig. Um die oben genannten Bereiche entwickeln zu können, musste der Flächennutzungsplan geändert werden.

Derzeit laufen zwischen dem Bürgermeister und dem Grundstücksbesitzer die Gespräche für den Erwerb der Grund-Bedarfs-Fläche für die Realschule. Der Gemeinde Hohenbrunn gehört auf dieser Fläche kein qm-Grund. Zu welchem Preis der Gemeinderat bereit ist, die Bedarfsfläche für die 2 Schulen + Sportanlage zu erwerben wird in der nächsten Sonder-Sitzung des Gemeinderates im Oktober entscheiden. Wir sagen JA zur Realschule, aber nicht um jeden Preis. Hohenbrunn hat sich bereits mit dem Sport-Campus bestehend aus einem Schwimmbad + Mehrzweckhalle weit aus dem Fenster im Bezug der Finanzen gelegt. Der Sport-Campus schlägt mit 24 Mio in die Finanzkasse. CSU und SPD haben sich damals entschieden, dass unbedingt die Gemeinde die Mehrzweckhalle selbst für den TSV Hohenbrunn bauen muss. Aus unserer Sicht ein Irrsinn, da eine Turnhalle über den Schulverband finanziert wird und für den Sport mittlerweile genügend Sportflächen zur Verfügung stehen.

Die Realschule wird weitere Millionen für den Grunderwerb kosten + Kostenbeteiligung an den Baukosten.

Auch haben wir in der September Sitzung deutlich gemacht, dass zeitnah auch ein Verkehrskonzept für die Hohenbrunner Straße erstellt werden muss. (nicht erst, wenn die Realschule 2025 eröffnet werden soll). Insbesondere gilt es die heute schon beengte Straße so zu gestalten, dass Radfahrer und Autos gefahrlos fahren können. Hierzu wird sicherlich gehören, eine Parklösung entlang zu finden. 

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Bereits am 25.2. hat der Gemeinderat einstimmig die Bereitschaft bekundet, eine neue Realschule zur Entlastung der überfüllten Neubiberger Realsichule nach Hohenbrunn zu holen. Die Mitglieder des Zweckverbands Staatliche weiterführende Schulen im Südosten des Landkreises München stimmten am Freitag, 26.2. in Ihrer Sitzung für den Standort Hohenbrunn. Die neue Realschule im südöstlichen Landkreis soll in Hohenbrunn und nicht in Höhenkirchen-Siegertsbrunn gebaut werden. Lesen Sie hierzu den Bericht in der SZ...

Wir haben uns dafür eingesetzt, dass eine Entscheidung zugunsten Hohenbrunn als Standort der Realschule ermöglicht wird. Damit einher geht auch, dass ein erstes Wohngebiet westlich der Bahn frei gegeben wird, da die Gemeinde Hohenbrunn keine eigenen Grundstücke besitzt.

Um den Planungsprozess vorantreiben zu können, war eine Änderung des Flächennutzungsplanes notwendig. Nun gilt es den konkreten Flächenbedarf für die zwei Schulen zu ermitteln. Die aufgeführten Flächen von 25.000 qm für die Schulen sowie 24.000 qm für die Sportflächen gilt es zu prüfen und auf das Mindestmaß zu beschränken. Hierauf haben wir deutlich hingewiesen, da die Gemeinde diese Flächen auch erwerben muss.

Westlich der Hohenbrunner Straße soll das derzeit kartierte Biotop erhalten werden, hierauf hat sich der Gemeinderat in seiner Klausurtagung verständigt. Das Biotop ist eine seit den 70iger Jahren auf einer ehemaligen Kiesgruppe gewachsene wilde Fläche. Es ist ist nicht eingezäunt und öffentlich zugänglich.

Zur Wohnbebauung: Sowohl westlich, als auch östlich der Hohenbrunner Straße soll ein allgemeines Wohngebiet mit ca. 4ha ausgewiesen werden. Der Leitgedanke und das Ziel sind mit einer Überplanung die Sicherstellung und Lösung einer geordneten städtebaulichen Weiterentwicklung des Ortsteils Hohenbrunn-Dorf unter Anwendung der sozialgerechten Bodennutzung sowie der Umsetzung zeitgemäßer Wohnformen. Bzgl der östlichen Bebauung Richtung A99 haben wir unsere Bedenken geäußert und sehen dies auch nicht in einem ersten Schritt als notwendig an.

Im Rahmen des Bürger-Dialoges 2018 wurde eine Ortsentwicklung auf der Westseite der Bahn von einer Mehrheit der Bürger befürwortet, solange diese

  • nicht zu überhaustet geschieht
  • für eine differenzierte Struktur
  • unterschiedliche Typologien gesorgt wird und
  • die Planungsgewinne in Infrastruktur und sozialen Wohnraum fließen.

(nachzulesen auf Seite 21 – Wohnen und Ortsentwicklung – Dokumentation zum Bürger-Dialog

Schon seit vielen Jahren haben wir hervorgehoben, dass in Hohenbrunn Wohnraum in Form von Mehrfamilienhäusern fehlt. Jetzt haben wir  die Möglichkeit, auf der dargestellten Fläche ein ersten Wohngebiet westlich der Bahn zu gestalten. Im Juli wird eine Online / Präsenz-Veranstaltung stattfinden, in der die Planungen vorgestellt und mit den Bürgern diskutiert werden. Wie und in welcher Form auf der Fläche zwischen Taufkirchner-Straße, Hohenbrunner-Straße und Wasserwerk Wohnraum entstehen soll, gilt es gemeinsam festzulegen. Diese sind dann vom Bauträger umzusetzen. Wir laden alle Bürger ein, sich daran zu beteiligen.

In einem weiteren Schritt wird dann auch die Fläche südlich der Taufkirchner Straße überplant werden. Dies Überplanung wird aber noch viele Jahre in Anspruch nehmen und uns in den nächsten 5-15 Jahren beschäftigen. Die gesamte Ortsentwicklung westlich der Bahn wird die Fläche von Hohenbrunn-Dorf um 1/3 vergrößern.

Mit der Entwicklung westlich der Bahn in mehreren Schritten verbinden wir auch die Hoffnung, weitere Verbesserungen in Hohenbrunn umsetzen zu können.

  1. Den Barrierefreien Ausbau des S-Bahnhofes. Mit zwei neuen Schulen bis 2025 – Realschule und Montesorrie-Schule + Ortsentwicklung steigt der Druck auf die Bahn den Ausbau endlich zu bewilligen. Die Gemeinde hat bereits vor 3 Jahren beschlossen, in Vorleistung zu gehen. Bis heute gibt es keinen Projektplan. Dies ist leider Realität
  2. Die Schaffung einer sicheren Querung der S-Bahn am Ortsausgang von Riemerling nach Hohenbrunn. Auch dies ist eine sehr alte Forderung der Freien Wähler.

 

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Ältere Beiträge hierzu.

Nachdem der Gemeinderat unserer Nachbargemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn sich erneut für den Bau einer neuen Realsuche an der Brunnthaler Straße in Höhenkirchen ausgesprochen hat (siehe Bericht im MM) , wird sich der Schulzweckverband in seiner November-Sitzung erneut mit der Standort-Frage beschäftigen. Dieser wünscht sich eine Schule in der Nähe des Bahnhofes um kurze Wege für die Schüler schaffen zu können. 

Hohenbrunn hat sich vor 3 Jahren nicht an der damaligen Standort-Frage für eine neue Realschule entlang der S7 zur Entlastung der überfüllten Realschule Neubiberg beteiltigt. Damals stand eine mögliche Ortsentwicklung von Hohenbrunn und ggfs Platz für eine Realschule westlich der S-Bahn noch nicht zur Diskussion. Der Gemeinderat Hohenbrunn hat sich 2019 für eine mögliche Ortsentwicklung westlich der S-Bahn ausgesprochen. Im Juni 2020 signalisierte der Gemeinderat auch seine Bereitschaft, Hohenbrunn als möglichen Standort für eine neue Realschule in Spiel zu bringen, falls der Schulverband die Standort-Frage erneut diskutiert - siehe Bericht im MM.  Laut Prognose könnten künftig bis zu 565 Schülerinnen und Schüler die Realschule besuchen

Die Wählergemeinschaft ÜWG-FW/BF begrüßt eine Realschule in Hohenbrunn und hat den Bürgermeister sowie die anderen Fraktionen aufgefordert, die Diskussion hierüber nicht erst in der für Ende November 2020 angesetzten Klausur-Tagung des Gemeinderates über die weitere Ortsentwicklung zu führen. Wenn wir eine Realschule in Hohenbrunn wollen, dann sollten wir dem Schulverband zur nächsten Sitzung eine erste Planung für einen Standort in Hohenbrunn in der Nähe des S-Bahnhofes sowie eine klare Absichtserklärung präsentieren können.

Mit dem Bau einer Realschule in Hohenbrunn wächst auch der Druck auf die Bahn, den S-Bahnhof Hohenbrunn endlich barrierefrei auszubauen und von beiden Seiten begehbar zu machen. Zwar verfügt die Gemeinde Hohenbrunn nicht über ein ca. 30.000 qm großes Grundstück, welches für eine Realschule mit Außensport-Anlage benötigt wird, allerdings könnte über eine Sozialgerechte Bodennutzungs-Regelung eine entsprechende Fläche vom Grundstücksbesitzer für die Umwandlung in Bauland eingefordert werden. Schon seit 2017 wird eine solche Grundsatz-Regelung von den Fraktionen ÜGW-FW/BF + Grüne + SPD gefordert.