27.02.2019
Supermarkt in Hohenbrunn - Genehmigung unter Vorbehalt

Nach über 2,5 Jahren Planphase hat der Bau-Ausschuss am 25.7.19 den Bebauungsplan für den Supermarkt in Hohenbrunn mit 1.400 qm unter Vorbehalt des Abschlusses eines städtebaulichen Vertrages zugestimmt. In der "Hitze der Nacht", wie die SZ schrieb, haben wir von der ÜWG-FREIEN WÄHLER sowie BÜRGERFORUM den Weg frei für eine Umsetzung gemacht. Allerdings mussten wir in der Sitzung am 25.7. zur Kenntnis nehmen, dass ein städtebaulicher Vertrag immer noch nicht vom Bürgermeister mit dem Investor verhandelt und dem Gemeinderat zur Zustimmung vorgelegt werden kann. Daher ist der Bebauungsplan NUR unter Vorbehalt beschlossen worden. Wir finden es sehr bedenklich, dass der Bürgermeister diese Vereinbarung seit 2 Jahren nicht zum Abschluss gebracht hat und sich eine Umsetzung des Projektes dadurch um weitere Wochen verzögert.

zum Ablauf: Erstmalig wurden wir im Januar 2017 über den Verkauf der 16.000 qm Ackerland-Fläche östl. der B471 an einen Investor informiert. Da REWE den Bau schnell realisieren wollte, hatten wir mit unserem Antrag von März 2017 vorgeschlagen, zwei Aufstellungsbescheide für die Sonderfläche Supermarkt und für den Wohnungsbau zu erlassen. In der Sitzung im März 2017 wurde auch von den Fraktionen ÜWG-FW/BF + SPD + Grüne eine Regelung für die sozialgerechte Bodennutzung als Grundlage eines Aufstellungsbescheides gefordert.

Weitere Ursache für die Verzögerung war und ist der Kreisel für die Verkehrsanbindung. Eine normale Abbiegespur für den Supermarkt müsste der Investor im Rahmen der Erschließungskosten tragen. Nun baut die Gemeinde auf eigene Rechnung (ca. 800.000 € Kosten) einen Kreisel. Ob der Kreisel die gewünschte Sicherheit für die Überquerung der B471 bietet, ist aus unserer Sicht fraglich. 

Als Ortsvorsitzender lebe ich mit meiner Familie seit 1999 in Hohenbrunn. Auch uns wäre es lieber, wenn wir zukünftig in Hohenbrunn einkaufen könnten, anstelle in die Nachbar-Gemeinden zum Einkaufen fahren zu müssen. Meine Kritik an der Vorgehensweise des Bürgermeisters sowie dem Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplans bleibt. Laut Gutachten wäre für Hohenbrunn ein Supermarkt mit 1000 qm Verkaufsfläche ausreichend. Dass diese Größe auch für einen Vollsortimenter ausreicht, zeigt das Beispiel Großhelfendorf. Dort hat der Gemeinderat diese Vorgabe gemacht und REWE hat es umgesetzt.