27.02.2019
Zeit zum Umdenken - Supermarkt

Bebauung an der B471 - Alternative Bebauung

Seit 2 Jahren beschäftigt sich der Hohenbrunner Gemeinderat mit der Aufstellung eines Bebauungsplans für einen Supermarkt und Wohnungsbau. Erstmalig wurden wir im Januar 2017 über den Verkauf der 16.000 qm Ackerland-Fläche östl. der B471 an einen Investor informiert. Da REWE den Bau schnell realisieren wollte, hatten wir mit unserem Antrag von März 2017 vorgeschlagen, zwei Aufstellungsbescheide für die Sonderfläche Supermarkt und für den Wohnungsbau zu erlassen. Dies wurde im GR abgelehnt. Dadurch konnten die beiden Projekte nicht getrennt vorangetrieben werden, was sich jetzt als nachteilig herausgestellt hat.

Zum Supermarkt: 

In 2017 wurden einige REWE Supermärkte im Umkreis besichtigt. Der ursprüngliche Plan des Investors für einen REWE Markt mit 1.200 qm Verkaufsflläche + 1. Stock für Boarding-Zimmer wurde vom Bauausschuss abgelehnt. Man beschloss einen Supermarkt  ohne 1. Stock zu planen. In der ersten Bauleitplanung vom 10.7.2018 ist der Supermarkt mit folgenden Größen vorgesehen: 60 m Lang, 40 m Breit, Firsthöhe (höchster Punkt der Bebauung 8,5 m); Dachform Sheddach (gezeichnete Seite eines Christbaums).

Der Verkaufsfläche wurde vom Investor auf 1.400 qm Verkaufsfläche erhöht. In Aschheim an der Feldkirchner Straße steht ein vergleichbarer REWE-Markt mit einem Bulk-Dach (siehe Foto). Das Konzept von REWE sieht Außenstellplätze vor. 

Nun wurde im März 2019 eine Unterschriften-Aktion mit dem Ziel durchgeführt, anstelle der über 100 Außenstellplätze eine TG zu bauen um eine Boden-Versiegelung zu vermeiden.

Aufgrund des bisherigen Projektverlaufes sowie der Tatsache, dass REWE den Bau von TG-Plätzen ablehnt, haben die beiden Vorsitzenden Karlheinz Vogelsang (ÜWG-Freien Wähler) und Pauline Miller (Bürgerforum) angeregt, über eine alternative Bebauung nachzudenken. Mit dem Ziel, eine Lösung für einen Supermarkt zu finden, der eine eingesetzte Bebauung im 1. Stock für Büro oder Wohnflächen sowie TG ermöglicht. Denn auch die Discounter ALDI und LIDL gehen mittlerweile dazu über, die Fläche Ihrer Märkte optimaler zu nutzen und planen mit weiteren Stockwerken. Lesen Sie mehr hierzu.... Münchner Merkur 

In der GR-Sitzung am 12.3. wurde beschlossen, das vom Landratsamt für zulässig erachtete Bürgerbegehren durchzuführen. Dies wird nun mit einem Ratsbegehren verbunden. D.h. am 26.5.2019 (Europawahl) haben alle Bürger die Möglichkeit über einen Supermarkt in Hohenbrunn abzustimmen - mit Außenstellplätzen oder mit möglichst vielen TG-Plätzen.

Zum Wohnungsbau

Im Mai 2017 stellten wir einen Antrag für die Festlegung von Eckpunkten zum Bebauungsplan - also was wie gebaut werden soll. Dieser Antrag wurde erst im März 2018 in einer Bau-Ausschuss-Sitzung behandelt, in der über die Pläne des Investors für den Wohnungsbau gesprochen wurde. Nachdem in der ersten Auslegung des Bebauungsplans ein ca. 120 Meter langes Wohngebäude entlang der B471 vorgesehen war, haben wir am 7.5.18 den Antrag auf eine alternative Wohnbebauung gestellt. Erst nachdem wir mit Bildern aufgezeigt haben, dass eine solche Bebauung unser Dorfbild zerstört, hat auch die CSU für eine Aufteilung des Gebäudes plädiert. Es ist jetzt vorgesehen, entlang der B471 drei Wohnblocks zu entrichten - Balkon oder Loggias mit Lärmschutz zur B471. Eine Detailplanung liegt uns noch nicht vor.

Wir haben mit sachlichen Beiträgen versucht, die Aufstellung eines Bebauungsplans voranzutreiben. Aussagen von einzelnen CSU Mitgliedern, wir hätte immer wieder das Projekt verzögert, weisen wir entschieden zurück. Der Gemeinderat hat die Gestaltungshohheit und wir müssen leider feststellen, dass immer wieder versucht wurde, auf die Wünsche des Bauträgers (Investors) einzugehen. Dies ist aus unserer Sicht der falsche Weg. Es gilt alle Interessen zu verbinden und einen vernünftigen Kompromiss zu finden. Wenn dies nicht möglich ist, muss auch über Alternativen nachgedacht werden - wie ein Seniorenhaus.